Stricken

Stricken lernen – wie alles begann

Ein alter Teddybär mit einem gelben selbstgestrickten Schal.

Lesedauer: ca. 5 Minuten

Aller Anfang ist schwer

Stricken lernen ist gar nicht so leicht

Es begann mit einem Knäul knallroter Wolle und zwei kurzen Stricknadeln aus einem Nadelspiel. Die Maschen hatte meine Mutter aufgenommen und mir den Anfang gezeigt. Lauter rechte Maschen. Am Ende der Reihe den Faden vor die letzte Masche legen und diese dann abheben. Die Arbeit wenden und wieder lustig von vorne beginnen.

Damals, als achtjähriges Mädchen, saß ich mit glühenden Ohren vor meinem Strickbüdel. Kraus rechts war ja einfach – aber die linken Maschen! Die wollten nicht so. Vor allen Dingen wollten sie sich nicht so schnell stricken lassen wie die Rechten. Die Hände waren schwitzig, der Faden klebte und wollte nicht recht laufen, die Nadel quitschte, weil ich sie mit aller Macht durch die Masche jagte. Oft genug warf ich böse alles hin. Doofes Strickzeug!

Aber ich wollte es wissen! Es hatte mich gepackt! Und so bekam Teddy seinen Schal aus curryfarbener Wolle. Wo seine blaue Hose geblieben ist? Ich weiß es nicht mehr.

Die Projekte wurden immer größer. Schal, Mütze, Fäustlinge und Socken. Stricken kam als Unterrichtsfach in der Schule.

Als Teeny habe ich noch viel gestrickt für Freundinnen und Freunde. Häkeln war damals nicht so meins.

Dann kam eine lange Schaffenspause, die erst durch die Kinder beendet wurde. Kleine Jacken und Hosen sind schnell gestrickt. Leider wachsen sie auch ebenso schnell wieder heraus. Wieder ein Grund Wolle zu kaufen und das nächste Projekt zu starten.

Die Zeit der Accessoires

Vor knapp 15 Jahren entdeckte ich meinen Faible für Accessoires.

Gerade in Norddeutschland, wo der Wind über das flache Land pfeifft, daß einem die Ohren weh tun, ist man froh über eine schöne Mütze. Wenn dann auch noch die Handschuhe, Stulpen oder der Schal aus einem Guß sind, dann ist der Eye-Catcher-Effekt schon vorprogrammiert.

Aus meiner Ballett-Zeit ist mir die Lieben zu den Stulpen erhalten geblieben. Da ich auch sehr groß bin, habe ich mir meine Beinstulpen eh immer selber gestrickt. Dann konnte ich auch gewiß sein, daß sie bis über die Knie hinaus gingen! Also overknee!

Nieren-, Rücken-, Bauch-, Leibwärmer oder Cacheur habe ich erst nach meinen Schwangerschaften kennen und schätzen gelernt.

Als erstes schafft man sich eine Basis – ein Grundstock – an Accessoires. Mit dem Wissen um Farben und Stil kann man dann anfangen zu kombinieren. Zahllose Varianten lassen sich finden.

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